Des Volkes Freiheit

Album (Hardcover), Ehapa Comic Collection, 1998

Zustand: 0-1 (Definition)

Preis: 10,00 €

Zusätzliche Informationen:


Das finsterste Loch im Rastatter Gefängnis ist gerade gut genug für den Offenburger Studenten. Karl Heinrich Schaible soll endlich die Namen seiner Gesinnungsfreunde verraten. Als Belohnung winkt ihm die Freiheit. Die Versuchung ist groß für den 23jährigen Gefangenen in seinem engen Raum. Eine kleine Öffnung verschafft ihm zwar ein wenig Licht und Luft zum Atmen. Aber dem Mief der Gefängnis-Latrine kann der Medizinstudent nicht entkommen.
Sommer 1847: Schaible zählt wie sein Freund Franz Volk zu den führenden Offenburger Revolutionären. Da er beim Studium in Heidelberg mit Flugblättern und Artikeln für das Ende der Fürstenherrschaft eintrat, wurde der Offenburger bei der Fahrt in seine Heimatstadt verhaftet. Unter der Drangsal im Rastatter Zuchthaus erkrankt der Student, aber er schweigt. Nach neun Monaten wird Karl Heinrich Schaible aus Gesundheitsgründen entlassen.
Währenddessen schließt Volk sich den oppositionellen Radikalliberalen um Friedrich Hecker an, die am 12. September 1847 im Offenburger Gasthaus »Salmen« die »Forderungen des Volkes« verabschieden. Sie verlangen mehr demokratische Freiheiten: »Die Polizei höre auf den Bürger zu bevormunden und zu quälen.« Obwohl Volks Freundin Franziska, Baronesse von Blickfels, im Salmen dabei ist, steht sie seinem politischen Engagement skeptisch gegenüber. Ihr Vater lehnt die Verbindung mit dem Jurastudenten ab.
Nach dem Ausbruch der Revolution im März 1848 zählen Volk und Schaible zu den Demonstranten aus dem ganzen Land, die den Karlsruher Regierungssitz aufschrecken. Unruhe herrscht allerorten, selbst die Bauern stehen auf. Sie wehren sich vor allem gegen die Abgaben, die sie an die adligen Grundherren leisten müssen. Auch Juden werden angegriffen. Im April schlägt Friedrich Hecker in Konstanz los. Das Ziel: die Republik. Auf sein Zeichen besetzen Volk und Schaible zusammen mit etwa 150 Hecker-Anhängern den Offenburger Bahnhof. Regierungstruppen bereiten den Aktionen aber ein schnelles Ende: Schaible kann zwar flüchten, doch Volk wandert ins Gefängnis. Danach muß er Franziska versprechen, sich künftig zurückzuhalten. Am September-Putsch Gustav Struves in Lörrach beteiligt Volk sich nicht.
Erst 1849 wendet sich das Blatt. In ganz Baden entstehen demokratische Volksvereine, die im Mai in Offenburg die größte Versammlung der Revolution veranstalten. Hier trennen sich die Wege der beiden Freunde: Schaible will den sofortigen Umsturz, Volk und die Mehrheit sind dagegen. Als der badische Großherzog Leopold erfährt, daß die Offenburger Kundgebung von den Rastatter Soldaten unterstützt wird, ergreift er die Flucht und ruft die Preußen zu Hilfe. Im Krieg kämpfen Volk und Schaible zusammen mit dem Großteil der Bevölkerung für die Revolution. Auch Franziska engagiert sich wie viele andere Frauen. Doch die preußische Armee setzt sich schnell durch, die badischen Truppen halten nur in der Festung Rastatt länger stand. Danach versucht ein Strom von Emigranten, dem preußischen Strafgericht zu entkommen. Auch Schaible und Volk verschlägt es ins Ausland. Volks geliebte Franziska aber bleibt zurück.
Alle drei Hauptpersonen des Comics haben tatsächlich existiert, alle drei erlebten das Geschehen von 1848/49 hautnah mit.

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